Samstag, August 26, 2006 

The Woman With The Chicken

Was ich an Amsterdam (unter anderem und meistens) sehr gerne mag, sind die vielen verdrehten Leute.

Am Donnerstag gab's in meiner WG (unter anderem) Geburtstagskuchen und türkisches Bier. Da haben die Leute über eine Frau gesprochen, die immer mit ihrem Huhn spazieren geht. Ich war ja erstmal skeptisch. Aber es gibt sie wirklich: The woman with the chicken :-)

Gestern war der letzte Tag meines Sprachkurses. Wir mussten einen Abschlusstest schreiben, und jetzt warte ich erstmal auf die Ergebnisse. War aber nicht sooo schwer.

Abends war ich bei der Master-Party von meiner Mitbewohnerin Hana. Da hab ich viele nette Leute kennengelernt, auch wieder von überall her, jippieh.
Danach hab ich mich noch mit Robin (NO), Susanne (CH) und Corinna (D) (alle vom NL-Kurs) im Café van Zuylen getroffen (ok, Link ist nicht so toll). Meine Mitbewohnerin Gerda aus Litauen kam auch mit. War komisch, sich von Corinna zu verabschieden. Am Montag geht Susanne, und dann sind nur noch Robin und ich übrig.

Ach ja: Am Dienstag habe ich mich mit Mary Beth (my programme coordinator) getroffen, um über meine Computer Science-Kurse zu sprechen. Ergebnis: Ich soll einfach das machen, was mich interessiert. Tadaa. Ok.

So, jetzt geht's dann ins Städtle zum Uitmarkt. Ist der Start der kulturellen Saison. Da geht's wohl ab. Mal sehen.

Neu in der Rotation:
KinkFM - Niederländisches Radio mit meist guter Musik (hartstikke leuk, hè)

Montag, August 21, 2006 

Bittersüß

Eigentlich könnte ich diesen Post auch "viereckig" nennen.

Denn das sind meine Augen jetzt, nachdem ich mich gestern und heute nachmittag damit beschäftigt habe, eine Prio-Liste für meine Kurswahl zu erstellen. Ein kurzer Auszug daraus: Distributed Programming Methods, Core Logic , Introduction to Logic in Computer Science, ... Ich muss mich jedenfalls für einen der Kurse entscheiden, weil ich die meiste Zeit mit Education-studieren verbringen werde. *ichhasseentscheidungen*

Aber "bittersüß" ist einfach ein schöneres Wort.

Kommen wir deshalb zum angenehmen Teil: Ja, mir geht es gut hier in Amsterdam. Es gibt Sachen, über die ich mich ärgere (hab noch kein Fahrrad, bin noch nicht eingeschrieben/angemeldet, hab noch kein Bankkonto, das Wohnheim ist ziemlich weit außerhalb), aber auch viele Sachen, die ich genieße.
Ich bin ja momentan mit einem Niederländisch-Sprachkurs beschäftigt. Mein Level wurde da ganz gut eingestuft (höher als ich dachte). Bis auf die Aussprache ist es nicht schwer, aber ganz schön viel Arbeit... Vier Stunden Kurs am Morgen und dann noch Hausaufgaben, für die man normal schon so 3 Stunden braucht. Naja, man kann auch Prioritäten setzen *hüstel*.
Im Kurs sind viele interessante Leute, sehr cool. Z.B. William aus Boston, der vor diesem Kurs noch nie mit jemandem Niederländisch gesprochen hat und alles nur aus dem Buch kennt. Oder Ratika aus Indien, die einen Niederländer geheiratet hat und sich jetzt dann doch langsam hier niederlassen will/muss. Oder Diana aus Moskau, die in Südafrika studiert und hier ihren Master gemacht hat... Und viele mehr!

Bin viel unterwegs mit ein paar Leuten und ich kann mir gar nicht vorstellen, dass die meisten von ihnen nächstes Wochenende wieder abreisen werden :-(
Lustigerweise wollen die immer in so komische House-Dance-whatever-Clubs am Rembrandtplein gehen (bijvoorbeeld Coco's). Fühl mich da wie ein Alien - oder ein amüsierter Beobachter, hihi. Am Samstag sind wir aber mehr oder weniger zufällig im Bitterzoet gelandet. Habe mich sehr gefreut, endlich mal wieder ein paar einheitlich gekleidete und frisierte Emo-Hardcore-whatever-Kids zu sehen :-)

Mit meiner WG geht's gut. Ist nur sehr weit weg von "meinem" Institut (=AMSTEL-Institut), werde mir wohl asap (also auf Ende Januar) ein Zimmer im Zentrum oder im Osten der Stadt suchen. Da ist das Institut nämlich auch...

Ach ja, mit ein Meer en Vaart-Leuten (Meer en Vaart heißt die Straße, in der das Wohnheim ist) war ich vor einer Weile auch gleich bei der Gay Pride Parade. War... interessant ;-) Hier das einzige Bild, das ich machen konnte, bevor mein Akku leer war *grummel*.



Sodele. Nachdem ihr nun wisst, dass ich noch lebe, geh ich jetzt mal schlafen, damit ich morgen wieder viiiel lernen kann.

Liebe Grüße, Miri

Donnerstag, August 03, 2006 

I Hate Winnipeg

Nun bin ich endlich in Amsterdam, und die erste Band, die ich live sehe, ist eine deutsche. Das ist nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte, aber schön. Es waren nämlich Tomte!
Und die finde ich seit dem Konzert in Stuttgart im April immer besser. Das Konzert hatte ich leider nicht erwähnt, aber das war einfach erste Sahne gewesen. So heimelig. Dieses Gefühl kam heute dann auch wieder ein bisschen auf.
Der Hauptact waren die Weakerthans. Aus Winnipeg. Sehr schöne Musik, die Spaß macht. Nicht nur der sehr sympathischen Band sondern auch dem Publikum. Lieder zum Zuhören.
Jawoll. Das war mein Abend im Paradiso und ich freu mich, dass es jetzt in meiner Reichweite ist. Sehr schön.

Mittwoch, August 02, 2006 

Abschied

(Den Post muss ich rückdatieren, weil ich irgendwie nicht zum Schreiben kam. Lest hier warum.)

Wie ihr euch das vermutlich schon denken könnt, ist in den letzten Tagen viel passiert.
Abendessen mit Sally und Markus, Frühstück mit Sandra, Jaanas Taufe, Brunch bei Julia, Treffen mit Marco, ein letztes Mal chillen mit der Band, ein letztes Mal was trinken gehen mit den Kollegen, mich von meiner kleinen Schwester verabschieden, ein letztes Mal SWR-Mitarbeiterfest, Verabschiedung des Rektors meiner früheren Grundschule, mit Steffi und Lüdi Eis essen, nochmal in den Godi in Walddorf, Oma besuchen, Abschied von den Stuttgarter Freaks.


Und nebenher: Brille zurückgeben, packen, Küchenregal ausräumen, packen, Kühlschrank zu Sally bringen, packen, aus der Villastraße ausziehen, möglichst wenig aufregen, dass der Griff von einem CD-Koffer abgekracht ist, für Amsterdam packen, in Pliezhausen anmelden, weiter für Amsterdam packen, nochmal zum Frisör, immer weiter für Amsterdam packen und meine Musik auf den Rechner kopieren, weil ich den Koffern nicht traue.


Noch schnell zum Arzt, Ohren durchspülen lassen, Auto packen, noch ein paar Bilder von den ältesten und glücklichsten Haushühnern der Welt machen und von meinen Eltern auch und mit Papas gutem alten Passat losfahren nach Zuffenhausen. Annette bei Günne abholen, nach Duisburg düsen, dort bei der anderen Schwester übernachten, am nächsten Tag nach Amsterdam fahren, Schlüssel abholen, das Wohnheim finden, mit Annette das Zimmer einrichten, bei Ikea einkaufen und essen, im Stau stehen, weiter einrichten, nen Spaziergang durch die Stadt machen, schlafen, von Annette verabschieden.

Das war die Zeit vom 20. Juli bis zum 2. August und ich muss sagen, dass es jetzt erstmal reicht mit der Verabschiederei.