Samstag, Juni 28, 2008 

Ananas zum Frühstück

Samstag Morgen, Ananas aus der Dose und Kaffee.

Gestern hab ich es endlich geschafft, alle Teile meines Papers mit Text zu füllen. Jetzt muss ich die natürlich noch korrigieren. Aber die Erleichterung ist schonmal groß. Wann war die Deadline nochmal?! :-D

Außerdem ist das Studienjahr jetzt offiziell beendet. Das heißt, das end of the year-meeting (die Reflexion über unser Masterprogramm zusammen mit allen Beteiligten) und das programme committee-meeting (die Reflexion über die Reflexion), sind vorbei. Und überhaupt I am rotating off the programme committee. Hab nix mehr zu sagen. Muss zwar verlängern, aber ich nehme doch langsam Abschied und überlasse es anderen, den Studiengang zu verbessern.

Ansonsten war die letzte Zeit sehr von Fußball geprägt. Es war lustig, an verschiedenen Orten mit teilweise unterschiedlichen Leuten zu kucken :-) Meistens waren Carlos und Cansu dabei. Weil Cansu aus der Türkei kommt, was das D-Türkei-Spiel natürlich besonders interessant, hehe.

Im Gegensatz zu mir, die ich von vor x Jahren noch ein Holland-T-Shirt habe, aber wirklich keine Schwarz-Rot-Gold-Kombi in meinem Kleiderschrank finde, hat Carlos zum Glück ein Deutschland-Trikot. Schon interessant, die Reaktionen von den Leuten mit zu bekommen. Auf der Straße und im Supermarkt sind sie wohl teilweise nicht so nett. Als wir nach dem verlorenen Vorrundenspiel im Melkweg waren, haben Leute auch so Kommentare wie "schade" gegeben. Lustig war auch, nach dem gewonnen Spiel gegen die Türkei in der Kneipe zu sitzen und zu beobachten, wie der Kolumbianer neben mir von meinen Landsmännern angegrölt wird, aber kein Wort versteht.

Tsjaaa, was Fußball angeht, gibt es hier keine Gnade. Ich bin ich froh, dass Deutschland nicht gegen die Niederlande spielt, weil ich es den NLern schon auch gegönnt hätte, aber naja, man weiß halt, wo man herkommt, gell? Trotzdem schade, dass die crazyness vorbei ist. Keine "van der Sar"-Gesänge, keine "vier-een!"-Zurufe und keine Betrunkenen, die verschwörerisch "van Basten" in die Konversation einwerfen, mehr...

Aber gut. Morgen kommt Doro zu Besuch. Dann können wir zusammen das Finale kucken (jippieh) und danach ist der Spuk vorbei :-D

Oh, Zeit für Samstags-Putz-Action und später Festina-Jubiläum.
Salvete!


Natalia, Carlos und ich

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Donnerstag, Juni 12, 2008 

Titel

Hab gerade keine Zeit zum Bloggen, weil ich mein Paper immernoch nicht fertiggeschrieben habe, und meine Freizeit dafuer drauf geht, Fussball zu kucken. Ich muss schliesslich Deutschland, die Tuerkei und die Niederlande unterstuetzen und also so gut wie jeden Tag ein Spiel sehen... Crazy. Als ob ich Fussballfan waere.

Eben mal Gruss aus der Mittagpause. Mir ist gerade mal wieder ein Album mit einem interessanten Titel aufgefallen:
"it's not something but it is like whatever" von den Errors. Den Namen find ich cool. Auch wenn die Musik nicht weltbewegend ist.

Und neulich notiert: Atlas Sound - Let the Blind Lead Those Who Can See But Not Feel.

Mahlzeit!

Dienstag, Juni 10, 2008 

Heute morgen im Zug

Im Zug. ICE Internationaal nach Hup Holland! Vor uns ein Güterzug, der noch durch Emmerich muss. Deswegen verzögert sich die Weiterfahrt.

Eine brasilianische Reisegruppe unterhält sich darüber, dass sie die Mastercard, die sie für die Identifikation für das Online-Ticket gebraucht hätten, nicht dabei haben und nochmal zahlen mussten. Ein deutscher Fahrgast erklärt. Man fragt sich, ob die Deutsche Bahn zu kompliziert oder der Brasilianer zu simpel ist oder beides. Immerhin hatten sie Glück und das Englisch des Zugbegleiters war mindestens so gut wie das der Brasilianer ;-)

Hatte ein schönes Wochenende zu Hause bei Familie und Freunden.

[Aha, vermutlich eine Verspätung von 30 Minuten wg. Güterzug vor uns und Signalstörung. Unglaublich.]

Der Luxus war, dass Schwester Anja und Schwager-in-spe Christian mich im Auto ab Duisburg mit nach unten genommen haben. War natürlich auch lustiger als mit dem Zug.

Daheim haben wir den Geburtstag meiner Mutter gefeiert. Ich bin viel geritten. "Wolke 7" ist das tollste Pferd der Welt, hehe. Am Sonntag waren Sanne und ich zusammen mit zwei Westernreitern im Gelände. Das sind im Gegensatz zu mir allesamt alte Hasen und ich war ganz schön k.o., als wir die Pferde wieder in den Stall stellten.
Auf dem Hof waren außerdem ein erst eine Woche altes Fohlen und kleine Kätzchen. Und einmal stand am Zaun des Reitplatzes ein Mädchen mit einem rosa Kleid, das meiner Schwester eine gefühlte halbe Stunde lang beim Reiten zuschaute und pausenlos entzückt applaudierte. Wie im Bilderbuch. Das Landleben hatte mich wieder.

Dann gab es auch noch das Kaffeetrinken bei Doro in Stuttgart. Viele liebe Freunde getroffen. Hab mich so gefreut! Vielen Dank Doro, du bist die Beste! Bei Doro gibt's ein paar Fotos.

So, der Zug hat gerade Utrecht Centraal verlassen. Ich hör mal auf.
Hasta la vista.

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Dienstag, Juni 03, 2008 

Paradiso, 14.05.2008

Was ich schon lange mal erzählen wollte:
Mit Johannes und Clemens war ich im Paradios, das ja wichtiger Bestandteil meines Amsterdamer Lebens ist.

Der Abend war suuuper. Wir hatten Tickets für das Rogue Wave-Konzert im kleinen Saal, und erlebten da schon Überraschungen, weil
a) eine Band mehr spielte als angekündigt und
b) die zweite Band einfach der Knaller war.

Also die Allerersten waren die Eastern Conference Champions. Auch schon sehr cool.

Aber dann kamen Blitzen Trapper, und die waren einfach so herrlich durchgeknallt, dass sie für mich die klaren Gewinner unseres offiziellen Teils des Abends (also im kleinen Saal) sind. Damit ihr euch selbst überzeugen könnt, gibt's unten den Konzertmitschnitt und ein Video (für die Ungeduldigen ;-)).

Aus Neugierde, und weil man dem Besuch ja auch den großen Saal in Action zeigen muss, haben wir uns in der Pause nach nebenan begeben. Und da haben meine Helden des Abends gespielt: The Whitest Boy Alive, von denen ich noch nie was gehört hatte, außer dass das Konzert ausverkauft war. Die haben so was ähnliches wie House(?)* live gespielt. Das hat sich so cool angehört, die Jungs waren so lässig und die Leute gingen so ab - der Hammer! (Und das sage ich, die ich House eigentlich wirklich so richtig sch.... finde!) Unten wieder ein Video, dessen Qualität allerdings relativ schlecht ist *schnief*

Rogue Wave, unsere Headliner im kleinen Saal, waren nach the Whitest Boy Alive und weil ich sie schon kannte halt keine Überraschung mehr. Auf jeden Fall aber auch gut, hörens- und sehenswert.

Bin immernoch begeistert von dem Abend :-)

Viel Spaß mit den Videos!

Blitzen Trapper im Paradiso, 14.05.2008



Blitzen Trapper - Wild Mountain Nation



The Whitest Boy Alive im Paradiso



*) Könnte mit dem House auch falsch liegen. Hab keine Ahnung von dieser Musikrichtung.

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Montag, Juni 02, 2008 

Compassion

Gerade kuck ich Bilder an, und überlege, was ich auf den Blog stellen kann. Da fällt mir wieder das eine auf: Die alte Dame, die in dem Raum stand mit niederländischen Berühmtheiten wie z.B. Beatrix, Balkenende, Heineken, anderen wichtigen Leuten wie Dalai Lama, Mandela etc. und ein paar Künstlern wie Dali, Picasso, van Gogh... Ihr wisst schon.

Da stand sie in der Mitte des Raumes, hatte nichtmal ein Namensschild, und keiner scherte sich wirklich um sie. Überall Schlangen und beinahe-Prügeleien, damit man ja noch ein Bild mit xy haben kann. Als meine Mitbesucherinnen ihre Fotos ergattert hatten, stand ich vom Gedränge gelangweilt genauso in der Mitte des Raumes. Sie: "And who's that?!" Ich: "Not sure. Could be the lady from the Salvation Army who worked in the Red Light District and died last year." Hatte ich irgendwo in ner Zeitung gelesen und irgendwie noch in Erinnerung. Bild für mich, bitte.

Nun hab ich endlich recherchiert, wer diese Dame wirklich war. Sie war Majoor Bosshardt und hatte ein sehr beeindruckendes Leben. War bei der Heilsarmee und hat sich um Leute gekümmert. Ihnen sogar das Leben gerettet. Hier könnt ihr mehr lesen.

Ihre Geschichte und Selbstlosigkeit macht mich sprachlos, vor allem auch wenn ich an die Predigt heute morgen denke, in der es um Compassion ging.

Immerhin habe ich ein Foto mit (der Wachsfigur von) Majoor Bosshardt. Vielleicht hilft es mir dabei, mich bei der Lebensplanung daran zu erinnern, was wirklich wichtig ist.

(Sorry, ist unscharf...)

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