Freitag, September 21, 2007 

Wow

Gerade habe ich mir was von dem Tee, den ich vor Jahren in Yangon gekauft habe, gekocht, da lese ich auf tagesschau.de:

Mönche setzen Proteste fort - Druck auf Militärregime in Birma wächst

Montag, September 10, 2007 

Schoko-Kekse, Müsli und Bier

Ich glaube, mit dieser tollen Kombination setze ich diesem bizarren Wochenende ein würdiges Ende.

Um mich kurz zu fassen: Das WE war dominiert von ex-Kollege Olavs Besuch und der "International Broadcast Convention" IBC, sowie der Überraschung, dass ex-Kollege Sebastian doch auch nach A'dam kam. Auf der IBC schwankte meine Stimmung zwischen Langeweile (weit weg vom Rundfunk-Geschehen), Genervtheit (Geschlechter-Verteilung und Arroganz) und Faszination (schon mal so nen richtigen Ü-Wagen in echt gesehen?!!!).



Am Freitag fing das WE recht bizarr an, als Carlos mir von "Pink River Dolphins" erzählte. Ich habe natürlich nicht geglaubt, dass es die gibt.
Aber das Internet sagt, dass doch. Sie heißen auf Deutsch "Amazonasdelfine". Krass, oder?!



Die Krönung der Bizarrheit war jedoch heute abend.
Person (a) erzählte mir von Beziehungsproblemen,
Person (b) erzählte, dass sie jemanden geküsst hat,
Person (b) vermutete außerdem, dass Person (a) mein Freund sei (no way!) und
Person (c) fiel vor mir auf die Knie und sagte "ik vind je mooi" (ich finde dich hübsch), als ich gerade einen Mülleimer durch die Strassen Amsterdams zog.

Zum guten Schluss hab ich meine Strassenbahn verpasst. Hab mich beim Heimlaufen darüber gefreut, dass ich meinen iPod shuffeln lassen konnte, ohne ein einziges Lied überspringen zu wollen. So sieht's aus:
Jimmy Eat World - Hear You Me
Snow Patrol - You're All I Have
Blink 182 - Feeling This
Lefties Soul Connection - Organ Donor
We Are Scientists - Inaction
Cary Brothers - Canada

And for now: Buenas noches, amigas y amigos!

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Samstag, September 01, 2007 

Afronden

"Even afronden" haben die Leute in Heidebeek vor der Pause immer gesagt. Also kurz noch was fertigmachen, zum Schluss bringen.

Am Montag fängt das neue Semester an, ich bin immernoch voll in Abschiedsstimmung. Am Sonntag ist Bobby zurück nach Taiwan geflogen, am Montag Wai (siehe Bild, hab sie leider etwas verdrängt...) nach Toronto, heute Federico nach Kolumbien.



Heute abend ist die Abschiedsparty von Yvette in Rotterdam, und ich muss mich echt zusammenreißen, um die Energie aufzubringen, um sie nach Südafrika zu verabschieden.

Eigentlich sind jetzt auch schon wieder viele, viele neue Studenten da, aber ich bin momentan echt zu müde, um neue Leute kennenzulernen. Naja, am Montag geht's dann los, weil wir nen Orientation Day für die 6(!) neuen Studenten in unserem Studiengang machen.

Studien-technisch bin ich immernoch hinterher. Ich verstehe gar nicht, wie plötzlich das neue Semester daherschwappen kann, wenn ich noch nicht einmal das alte beendet habe.

Gestern hat jemand gesagt, dass die intelligenten Studenten eigentlich immer die sind, die Probleme haben. Na toll. Ich musste da an eine Stelle in einem Buch denken, über die ich neulich schmunzeln musste.

Da unterhalten sich zwei Professoren:

"Bei mir ist da irgendwie der Wurm drin", hatte Phaidros gesagt, "weil nämlich die Studenten, die mir die liebsten sind, mit denen ich mich wirklich geistesverwandt fühle, allesamt hängenbleiben."

DeWeese hatte sich darufhin vor Lachen ausgeschüttet, so daß Phaidros sich gekränkt fühlte. Er hatte darin eine Art wissenschaftliches Phänomen gesehen, das zu neuen Erkenntnissen führen konnte, und DeWeese hatte bloß gelacht.

Zuerst dachte er, DeWeese habe nur gelacht, weil er sich unfreiwillig selbst herabgesetzt hatte. Aber das stimmte nicht, denn es war gar nicht DeWeeses Art, sich über einen anderen lustig zu machen. Später begriff er dann, daß die absurde Wahrheit seiner Feststellung das Lachen ausgelöst hatte. Es sind immer die besten Studenten, die scheitern. Jeder gute Lehrer weiß das.

(Robert M. Pirsig: Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten)

Jetzt weiß ich auch nicht, ob ich das amüsant und ermutigend (weil ich dann ja zu den besten Studenten gehören würde) oder doch eher beunruhigend finden soll (weil die Vorstellung zu scheitern ja doch nicht so toll ist)...

So far. Let's drive to Brighton on the weekend. (Okok, ist auch nur ein Zitat, das mir gerade in den Kopf kam :-D)

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